Änderung der Grippe-Impf-Strategie wird erwogen

Es wird erwogen die Impf-Strategie bei der Influenza-Impfung zu ändern. In Deutschland werden bevorzugt die Altersgruppen geimpft, bei denen die Wirksamkeit am geringsten ist. In dieser Altersgruppe ist auch die Impfbereitschaft am größten. Aber ausgerechnet bei den Senioren beträgt die Wirksamkeit der Grippeimpfung nur 30-50 Prozent. Diese Wirksamkeit beträgt im Schnitt eh nur 50-80 Prozent. Bei den Kindern wäre die Wirksamkeit am größten. Das Ergebnis einer Modell-Rechnung von M.Elisabeth Halloran und Ira M.Longini (University of Washington) zur Impfung von Schulkindern legt nahe, dass eine Impfrate von 20% bei Kindern zwischen 5 und 18 Jahren mehr influenza-assoziierte Todesfälle bei über 65-jährigen verhindern als eine Impfrate von 90 Prozent bei den Senioren (Science 2006;311:615). Gerade die Kinder bringen die Infektion aus den Gemeinschafts-Einrichtungen in die Familien.      Die Grippe-Welle in diesem Jahr ist vergleichsweise dramatisch. Bisher über 3000 Klinikeinweisungen und 36 Todesfälle. Todesfälle wurden auch in der Altersgruppe der 30-50-jährigen beobachtet. Es  wird jetzt überlegt, die jährliche Grippeimpfung für die Kinder verstärkt zu bewerben.

9. KW 2013. Info Praxis Fuchs