Impfungen

Schutz-Impfungen sind unsere wirksamste Maßnahme gegen Infektionskrankheiten.

Selbst pedantisches persönliches Hygiene-Verhalten bewahrt nicht vor Erkrankungen, da es Erreger gibt, die über erstaunliche Distanzen in Aerosolen durch die Luft übertragen werden (z.B. Noroviren gegen die es bisher nur Kinder-Impfstoffe gibt).

Persönliche Hygiene ist aber durchaus wichtig bei Tropenaufenthalten, da manche Impfungen keinen guten Impfschutz bewirken (z.B. die Cholera-Schluck-Impfung).

Bei Aktiv-Impfungen (alle Impfstoffe: Lebend- und Nichtlebend-Impfstoffe) bildet der Körper eine erregerspezifische Immunität. Die körpereigene Immunität wird gefördert, so dass die Infektionskrankheit nicht auftritt oder abgeschwächt auftritt.

Passiv-Impfstoffe versorgen den Körper mit einer Auswahl von Immunglobulinen, die der Körper nach einer Aktiv-Impfung bilden soll (ein Beispiel ist das Tollwut-Immunglobulin als Notfall-Maßnahme).

Impfprogramme gab es gegen Pocken, Kinderlähmung (Polio) und Masern.

Die Pocken sind seit den Siebzigerjahren ausgerottet. Die Ausrottung der Polio ist leider wegen politischer Verleumdung der Impfstoffe nicht gelungen.

Eine sehr erfolgreich beworbene Impfung ist bespielsweise die FSME-Impfung in Österreich.

Entscheidend ist bei Ansteckungskrankheiten die Durchimpfungsrate der Bevölkerung um eine kollektive  Immunität zu erreichen.  Diese sogenannte Herden-Immunität schützt Ungeimpfte (z.B. Säuglinge aber auch Impfverweigerer) und Personen mit geschwächtem Immunsystem (z.B. ältere Mitbewohner). Beispiele hierfür sind die Grippe- und Pneumokokken-Impfung für Kontaktpersonen von Betreuungsbedürftigen.

Die Entwicklung der Impfstoffe geht weiter. Am erfolgversprechendsten sind die Entwicklungen von Impfstoffen gegen Helicobakter pylori (ursächlich für Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwür) und gegen Herpes simplex. 

Keine Kontra-Indikation gegen Impfungen sind:

  • banale Infekte (Fieber unter 38.5 Grad)
  • Fieberkrämpfe in der Anamnese
  • Die Einnahme von Antibiotika
  • Immunschwäche (dies gilt nur für Nichtlebend-Impfstoffe)
  • chronische Krankheiten